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Boccherini Quartette - Solinger Streichquartett

Solinger Streichquartett
Heiko Schmitz, Violine
Almuth Wiesemann, Violine
Gunhild Mentges, Viola
Peter Lamprecht, Violoncello





Aufgenommen im Bibliothekssaal
des Wasserschlosses Dyck, Jüchen


Luigi Boccherini - Quartetti Concertanti opus 24
Quartetto Nr.1 D-dur G 189

[1] Moderato (7:00)
[2] Grave (5:37)
[3] Allegro assai (2:35)

Quartetto Nr.6 g-moll G 194
[4] Allegro vivo assai (5:24)
[5] Adagio (5:47)
[6] Minuetto (4:37)

Quartetto Nr.4 C-dur G 192
[7] Moderato (7:37)
[8] Larghetto (4:19)
[9] Minuetto (3:19)


Die hier aufgenommenen drei Streichquartette entstammen der Sammlung »Sei Concertanti« opus 24. Boccherini schrieb sie in den jahren 1776 - 1778. Das Pariser Verlagshaus Sieber brachte sie 1778 zum erstenmal im Druck heraus. Zwei Jahre später wurden sie vom Amsterdamer Verleger Hummel in einer fein gestochenen und mit prachtvollem Titelkupfer versehenen Ausgabe nachgedruckt, höchstwahrscheinlich als Raubdruck ohne Wissen des Komponisten. Eine moderne Notenausgabe gibt es bis heute nicht. Boccherini beherrschte, als er opus 24 schrieb, den gerade erblühenden Markt des Streichquartetts fast unangefochten. Sein größter Konkurrent, Joseph Haydn, legte nämlich just in dieser Zeit die berühmt gewordenen Quartettpause von fast zehn Jahren zwischen opus 20 und opus 33 ein. Die beiden Väter des Streichquartetts sind sich persönlich nie begegnet. Man tauschte lediglich über den Wiener Verleger Artaria schriftlich einige Komplimente aus. Boccherinis Musik ist von der Haydns grundverschieden, folgt anderen Gesetzen. Boccherini spricht eine urpersönliche Sprache, die er ein Leben lang beibehielt. Eine Hörprobe von wenigen Takten, oft nur von wenigen Tönen, genügt, um ihn als Komponisten auszumachen. In seiner Musik sind Eleganz der Phrase, Klang, Stimmung, Harmonie und instrumentale Wirkung nicht Beigabe sondern Hauptsache. Im Jahr 1809 - vier Jahre nach Boccherinis Tod - schwärmt der Karlsruher Musikfreund Johan Baptist Schaul:

Zwar ist seine Musik nicht für jedermann. Um sie nach Verdienst zu schätzen, - so wie es überhaupt bey Quartetten und dergleichen ist - gehören gefühlvolle Kenner dazu, die seinen seltenen Schönheiten empfänglich sind. Und dann muß seine Musik beim Schimmer der Lichter, in keinem allzugrossen Zimmer gespielt werden. Die Musiker müssen sie eine Zeitlang zusamen studirt, und, so zu sagen den Lebenssaft, der auch einen Halbtodten wieder erwecken könnte, daraus gezogen haben. Die Zuhörer müssen, gleichsam in Todtesstille versunken, von den Spielenden entfernt sitzen, um sie nicht der Zerstreuung und Störung auszusetzen; diese aber, wenn sie ihre Instrumente gestimmt haben, müssen sich des, jedem empfindlichen Ohre, so unangenehmen Präludirens enthalten, um die schöne und große Wirkung nicht zu schwächen, welche Stille und Überraschung so wunderbar hervorzubringen wissen. Kurz, alles muß wie in einem Heiligthum seyn. Aber dann, welche Musik! Mit diesem Vergnügen ist keines zu vergleichen.

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